Wertstromanalyse durchführen: 5 Schritte zum Erfolg
Einleitung
Eine Wertstromanalyse ist nicht kompliziert – wenn man die richtige Struktur hat. Dieser Leitfaden führt Sie durch alle fünf Schritte einer erfolgreichen Wertstromanalyse: von der Vorbereitung bis zur Umsetzung von Verbesserungen. Ob Sie eine klassische Papier-Variante oder ein digitales Tool wie SimVSM verwenden – die Grundlogik bleibt dieselbe.
Schritt 1: Vorbereitung und Prozessauswahl
Bevor Sie starten, klären Sie drei Punkte:
Welchen Prozess analysieren Sie? Wählen Sie einen kritischen Materialfluss aus – typischerweise ein Produkt von der Rohstoffbeschaffung bis zur Auslieferung. Vermeiden Sie, zu viele Varianten gleichzeitig zu analysieren.
Wer sollte dabei sein? Beziehen Sie Fachexperten aus dem Prozess ein – Produktionsleiter, Logistiker, Maschinenbediener. Sie haben das Detailwissen. Definieren Sie einen Projektleiter, der die Analyse koordiniert.
Welche Daten brauchen Sie? Sammeln Sie vorab: Bearbeitungszeiten, Rüstzeiten, Schichtpläne, Bestände, Planvorgaben. Bei digitalen Tools können Sie diese oft direkt importieren; bei Papier notieren Sie sie vor Ort.
Schritt 2: Materialfluss visualisieren (Ist-Zustand)
Zeichnen Sie oder modellieren Sie den aktuellen Zustand auf – wie fließt das Material wirklich durch Ihren Prozess?
Prozessschritte erfassen: Jede Station, jede Wartezeit, jedes Lager oder jede Warteschlange kommt ins Diagramm. Nutzen Sie Standardsymbole: Boxen für Prozesse, Pfeile für Materialfluss, Dreiecke für Bestände.
Kennzahlen notieren: Für jeden Prozessschritt: Bearbeitungszeit (in Minuten/Stunden), Auslastung, Anzahl der Mitarbeiter, Schichtenanzahl.
Informationsfluss darstellen: Oft wird das vergessen – aber auch Informationen fließen durch Ihren Prozess. Wo gibt es Verzögerungen oder Fehler in der Planung?
Durchlaufzeit berechnen: Addieren Sie alle Bearbeitungszeiten und Wartezeiten. Das ist Ihr Ausgangs-Messwert.

