Wertstromanalyse: Definition, Methode & digitale Umsetzung
Wertstromanalyse ist eine bewährte Lean-Management-Methode zur systematischen
Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen. Sie visualisiert den gesamten
Wertfluss eines Produkts – von der Rohstoffbeschaffung bis zur Auslieferung – und
identifiziert systematisch Verschwendung, Engpässe und Verbesserungspotenziale.
Die klassische Wertstromanalyse wird typischerweise mit Papier und Stift durchgeführt.
Allerdings gibt es moderne Grenzen dieser Methode: Sie kann dynamische Wechselwirkungen
zwischen Prozessen nicht abbilden. Digital durchgeführte Wertstromanalysen mit
Simulationssoftware überwinden diese Limitation – Varianten lassen sich testen, bevor
sie in der Realität umgesetzt werden.
Auf dieser Seite erklären wir die Methode, zeigen praktische Beispiele und wie Sie
Wertstromanalyse erfolgreich in Ihrem Unternehmen einführen.
Weiterführende Inhalte
- Wertstromanalyse Schritt für Schritt – Praktischer Leitfaden
- Wertstromanalyse Beispiele – 3 Fallbeispiele aus der Praxis
Welche Informationen liefert eine klassische Wertstromanalyse?
Die klassische Methode liefert erste Kennzahlen und Anhaltspunkte zu:
- Wartezeiten und Beständen
- Falschen Planvorgaben, z. B. Bearbeitungszeiten
- Qualitäts- oder Lieferproblemen
- Fehlenden Informationen oder Daten
Sie bietet damit eine solide Grundlage zur Prozessoptimierung – bleibt jedoch in der Regel statisch und zweidimensional.
Wo liegen die Grenzen der klassischen Methode?
Eine klassische Wertstromanalyse kann keine dynamischen Wechselwirkungen zwischen Prozessen abbilden.
So lässt sich beispielsweise nicht untersuchen, wie sich
- unterschiedliche Puffergrößen,
- Rüstzeiten oder
- Variantenvielfalt
auf den gesamten Materialfluss und die Produktivität auswirken.
An diesem Punkt stoßen Papier und Stift an ihre Grenzen – hier kommt die digitale Lösung ins Spiel.


